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Gedanken zum Wochenspruch  zur Woche ab dem 4. Advent

Freuet euch in dem Herren allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe. Philipperbrief 4, 4.5

Der Apostel Paulus hatte auf der zweiten Missionsreise die Gemeinde in Philippi gegründet. Er musste diese Gemeinde aber wegen Verfolgung verlassen. Paulus selbst erwähnte die Repression im Brief an die Gemeinde in Thessalonich: Wir hatten … in Philippi viel zu leiden und wurden misshandelt, wie ihr wisst...( 1Thess 2,2). Die besonders herzliche Verbindung zu der Gemeinde in Philippi aber ist geblieben.

Nun will Paulus „seiner“ Gemeinde besonders stärkende und aufbauende Gedanken mitteilen. Es lohnt, einmal den ganzen Philipper-Brief zu lesen.
In dem Wochenspruch spielt die Freude eine große Rolle. Das leitet uns schnell zu der Frage: Was ist Freude eigentlich?
Es ist nicht leicht, Freude zu beschreiben. Ähnlich dem Geist, den wir nicht sehen, ähnlich wie bei dem Licht oder der Liebe entdecken wir nur die Wirkungen dieser Dinge.
Die Wirkung der Freude ist ein Glücksgefühl, das sich ganz verschiedenartig äußert. Der eine singt, der andere wird still, der dritte springt, ein vierter weint vor Freude. Freude entspannt, sie bewirkt Zufriedenheit, sie verdrängt Traurigkeit, sie macht fähig, in den Herausforderungen des täglichen Lebens zu bestehen.
Aber Freude kommt nicht durch einen Appell zu Stande.
Sie kann nicht abgerufen werden.
Sie ist immer Reaktion auf etwas.
Sie wird von etwas hervorgerufen.
Darum haben die Menschen aller Zeiten und verschiedenster Kulturen Anlässe zur Freude geschaffen.
Was hier aber der Grund für die Freude ist, wird im Philipperbrief nicht explizit gesagt.
Man muss, um das zu ergründen, die Antworten des Apostels aus seinen anderen Schriften bemühen.
Und da wird man finden: Christus ist der tiefste Quell der Freude!
Gott wurde Mensch, er hat seine Macht und Hoheit abgelegt und sich erniedrigt und lebt menschliches Leben mit allen Höhen und Tiefen. Und Gott nimmt in Jesus alle Schuld der Menschen auf sich. Und er sühnt stellvertretend für uns, ja Jesus stirbt am Kreuz. Seine Auferstehung, die wir an Ostern feiern, gibt uns die Gewissheit, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Und Jesus hat zugesagt am Ende der Zeiten wiederzukommen "zu richten die Lebenden und die Toten", wie wir im Glaubensbekenntnis immer wieder bekennen. 
Und diese Wiederkunft ist das, was Paulus meint, wenn er sagt "Der Herr ist nahe."  Das ist das Zentrum unserer Zukunftserwartung, besonders in der Adventszeit. Der Herr ist nahe! Freuet euch!
Freuet euch in dem Herren allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe.

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Sonntag, 23. September 2018
17. Sonntag nach Trinitatis
Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Johannes schreibt: Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.