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Gedanken zum Wochenspruch  zur Woche ab dem  1. Sonntag nach Epiphanias

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.  Römer 8,14

Gott ist erschienen - Epiphanias
In der Epiphaniaszeit steht die Erscheinung Gottes in Jesus Christus im Mittelpunkt christlicher Verkündigung. So soll der Christenheit und allen Menschen klar gemacht werden, was Weihnachten geschehen ist:
Gott wurde Mensch, der Schöpfer des ganzen Alls, der Schöpfer der Erde und der Schöpfer allen Lebens zeigt sich den Menschen - zunächst als ein kleines Baby. Er „entledigt“ sich aller Macht und lebt als Mensch mit den Menschen, als Heranwachsender in der Familie – eingebunden in alle Normalität. Das ist einfach überwältigend! Wir können dadurch Gottes Wesen erkennen, ich brauche nur das Leben von Jesus betrachten.

Der Wochenspruch weist auf einen wesentlichen Aspekt des dreieinigen Gottes: den Geist Gottes. Die Schwierigkeit für uns Menschen: Wir können ihn - wie auch andere Realitäten unseres Lebens, etwa menschlichen Geist oder die Liebe zwischen zwei Menschen oder Freude oder Licht - nicht fassen.Wir können nur glauben, dass z.B. die Liebe zwischen zwei Menschen wirklich da ist.

So ist das auch mit dem Heiligen Geist, wie der Geist Gottes auch genannt wird: ich kann nur glauben, dass er in mir wirkt, mich treibt, und seinen Wirkungen nachspüren. Aber wer kennt nicht im eigenen Leben Vorkommnisse, die sich durch keine rationale Wirkung erklären lassen. Erst im Nachgang, bei der Rückschau auf das eigene Leben, erkenne ich: Hier hat "jemand nachgeholfen", das habe ich nicht aus eigener Kraft geschafft, oder hier hat mich etwas bewahrt vor etwas, was mir sonst geschadet hätte.

Jesus selbst beschreibt den Geist Gottes in dem Gespräch mit dem Schriftgelehrten Nikodemus und vergleicht ihn mit einem Wind: "Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist."(siehe: Johannes-Evangelium, Kapitel 3, Vers 8).
Von den Wirkungen des Geistes wird im Alten und Neuen Testament berichtet. Menschen, die in seinen Einfluss geraten, werden verzückt, sie weissagen, sie erkennen vor allem in dem Mann von Nazareth den Gesandten Gottes und bekennen ihn als ihren Herrn (vergleiche im 1. Korintherbrief, Kapitel 12, Vers 3). Und weil sie ihn als von Gott gesandt erkennen, erkennen sie in ihm auch Gott wie an keiner anderen Stelle.

Ein weiterer Aspekt kommt in dem Wochenspruch zum Ausdruck:
Wenn wir also von dem Geist Gottes ergriffen werden, wenn wir dadurch erkennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und uns zum Bruder geworden ist, dann sind wir durch ihn in die göttliche Familie aufgenommen, dann sind wir Gottes Kinder!
Ist das nicht großartig und wunderbar?
Gleichzeitig ist das aber auch eine Motivation das Leben nun nicht mehr mit Belanglosigkeiten zu verbringen, sondern zu versuchen, unseren Mitmenschen das verständlich zu machen. Und wir können ihnen die tätige Liebe, wie sie Jesus vorgelebt hat, weitergeben.
Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.  Römer 8,14

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