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In der nächsten Woche (aus Sicht Mitte November 2018) nimmt unsere Nachbargemeinde einen Menschen ins Kirchenasyl auf. Pfarrerin Kersten hat einige Informationen zum Kirchenasyl bereitgestellt. Wir bitten herzlich um Unterstützung, da das Kirchenasyl unsere Nachbarn vor einige Herausforderungen stellt.

An „heiligen Orten“ ist man sicher. Kirchen und Tempel, Moscheen und Synagogen - in Gotteshäusern sollte man Schutz finden und vor Verfolgung sicher sein. Aus diesem Gedanken, der in allen Religionen zu finden ist, hat sich in Deutschland das Kirchenasyl entwickelt.

Es ist Teil des Friedensauftrages der Kirche: Immer wieder geht die Kirche zwischen zerstrittene oder verfeindete Parteien und versucht, am Frieden mitzuwirken, einfach, indem sie Raum und Zeit gibt, Konflikte mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit anzusehen.

Gleichzeitig ist Kirche nicht außerhalb der Welt und der staatlichen Gesetze. Kirchenasyl ist daher so gestaltet, dass es staatlichen Stellen gegenüber transparent ist. Ins Kirchenasyl werden Menschen aufgenommen, die einen Abschiebebescheid haben, der nach Einschätzung eines erfahrenen Anwaltes und der zuständigen kirchlichen Stelle fehlerhaft ist. Da die betroffene Person nach einer Abschiebung keine Klagemöglichkeit hat, kann sie vorübergehend Aufnahme in ein Kirchenasyl finden. Dies wird staatlicherseits akzeptiert. Die betroffene Person erhält jedoch umgehend keinerlei staatliche Leistungen mehr. Die Kirche, die die Person aufgenommen hat, steht für alles ein: Nahrung, Kleidung, Wohnung. Meist wird Wohnraum gestellt und ein Betrag von 200 € monatlich für die gesamten Lebenshaltungskosten. Bei der ärztlichen Versorgung unterstützen Ärzte, die ehrenamtlich arbeiten.

Wenn es auf juristischem Weg und durch viele Gespräche erreicht ist, dass das Asylverfahren regulär aufgenommen ist, verlässt die Person das Kirchenasyl und kann wieder staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Falls am Ende des Asylverfahrens eine definitive Ablehnung steht, akzeptiert die Kirche die Entscheidung und nimmt nicht erneut ins Kirchenasyl auf. In über 80 % der Fälle stellt sich aber heraus, dass die kirchliche Einschätzung zutreffend war und die Person Asyl in Deutschland bekommt.

Kirchenasyl ist ein Bereich, in dem die Kirche zu helfen versucht. Er ist neuer und wird deswegen stärker thematisiert als die Bereiche, die schon lange und mit wesentlich höherem Einsatz an Personalstellen und Geld laufen, wie die Kältehilfe der Stadtmission oder das Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ), das seit Jahren beratend dazwischen geht, wenn es Probleme mit dem Jobcenter gibt.

Wenn Sie für Kirchenasyl spenden möchten können Sie das tun unter:
Ev. Kirche Malchow u. Wartenberg, IBAN DE 4652 0604 1065 0399 5550,
Stichwort „Kirchenasyl“; bei Wunsch einer Spendenbescheinigung bitte Adresse angeben!

Renate Kersten

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Freitag, 14. Dezember 2018
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils.