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Hoheslied 1 (Einheits-Übersetzung)

5 Braun bin ich, doch schön, /
ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, /
wie Salomos Decken.
6 Schaut mich nicht so an, /
weil ich gebräunt bin. /
Die Sonne hat mich verbrannt. Meiner Mutter Söhne waren mir böse, /
ließen mich Weinberge hüten; /
den eigenen Weinberg konnte ich nicht hüten.
7 Du, den meine Seele liebt, /
sag mir: Wo weidest du die Herde? /
Wo lagerst du am Mittag? Wozu soll ich erst umherirren /
bei den Herden deiner Gefährten?
7d: umherirren: Text korr.; H: wie eine verhüllte Frau.
8 Wenn du das nicht weißt, /
du schönste der Frauen, dann folge den Spuren der Schafe, /
dann weide deine Zicklein /
dort, wo die Hirten lagern.

3,1-6;   

1 Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn, /
den meine Seele liebt. /
Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
2 Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen, /
die Gassen und Plätze, /
ihn suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
3 Mich fanden die Wächter /
bei ihrer Runde durch die Stadt. Habt ihr ihn gesehen, /
den meine Seele liebt?
4 Kaum war ich an ihnen vorüber, /
fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich packte ihn, ließ ihn nicht mehr los, /
bis ich ihn ins Haus meiner Mutter brachte, /
in die Kammer derer, die mich geboren hat.
5 Bei den Gazellen und Hirschen der Flur /
beschwöre ich euch, Jerusalems Töchter: Stört die Liebe nicht auf, /
weckt sie nicht, /
bis es ihr selbst gefällt.
6 Wer ist sie, /
die da aus der Steppe heraufsteigt /
in Säulen von Rauch, umwölkt von Myrrhe und Weihrauch, /
von allen Wohlgerüchen der Händler?

5,2–8;

2 Ich schlief, doch mein Herz war wach. /
Horch, mein Geliebter klopft: Mach auf, meine Schwester und Freundin, /
meine Taube, du Makellose! Mein Kopf ist voll Tau, /
aus meinen Locken tropft die Nacht.
3 Ich habe mein Kleid schon abgelegt - /
wie soll ich es wieder anziehen? Die Füße habe ich gewaschen - /
soll ich sie wieder beschmutzen?
4 Mein Geliebter streckte die Hand durch die Luke; /
da bebte mein Herz ihm entgegen.
5 Ich stand auf, dem Geliebten zu öffnen. /
Da tropften meine Hände von Myrrhe am Griff des Riegels.
6 Ich öffnete meinem Geliebten: /
Doch der Geliebte war weg, verschwunden. /
Mir stockte der Atem: Er war weg. Ich suchte ihn, ich fand ihn nicht. /
Ich rief ihn, er antwortete nicht.
7 Da fanden mich die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt; /
sie schlugen, sie verletzten mich. Den Mantel entrissen sie mir, /
die Wächter der Mauern.
8 Ich beschwöre euch, Jerusalems Töchter: /
Wenn ihr meinen Geliebten findet, sagt ihm, /
ich bin krank vor Liebe.

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Sonntag, 23. September 2018
17. Sonntag nach Trinitatis
Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Johannes schreibt: Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.