Schatzkiste

Unter dem Motto "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten,
Motto der Rüstzeit 2014die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern" fand in diesem Jahr die gemeinsame Chor- und Gemeinderüstzeit in Prieros statt.

 

Während der ökumenische Chor das Wochenende für intensive Proben nutzte, widmeten sich die meisten Gemeindeglieder der heiligen Schrift und planten einen Werkstattgottesdienst. Neben der "Arbeit" blieb auch ausreichend Platz für gemeinsame Gespräche, Entspannung und eine Wanderung mit fachkundiger Führung durch die herrliche Landschaft der Region.
Plakat der KinderAuch die Kinder konnten viele spielerische und sogar künstlerische Angebote wahrnehmen. So wurde ein Plakat zum Motto „Hoffnung“ gestaltet.
Die Abende zeichneten sich neben dem gemütlichen Zusammensitzen vor allem durch das gemeinsame Singen aus. Von Volksliedern über Schlager bis hin zu christlichen Liedern war alles dabei.
Am Sonntag fand der ökumenische Werkstattgottesdienst statt, dem eine Feedbackrunde zur Rüstzeit mit lobenden und kritischen Tönen folgte.
Das oben genannte Motto ist ein Spruch aus Afrika. Er meint wahrscheinlich, dass in diesen Ländern Afrikas, die z.T. sehr von herkömmlichen, oft sogar autoritären Machtstrukturen aber auch von Diskriminierungen geprägt sind, den Menschen Mut für neue Handlungsweisen gemacht werden soll. Für mich persönlich (H.W.) ist dieser Spruch eher indifferent. Schließlich wären „viele kleine Leute“ auch zu weniger positiven Wendungen fähig, wenn man z.B. nur daran denkt, dass viele kleine Leute an vielen kleinen Orten (in Frankreich) den „Front National“ wählen. Eindruck der entspannten Atmosphäre

Freude machte die gemeinsame Arbeit am Werkstatt-Gottesdienst. Viele beteiligten sich an dessen Gestaltung. Da wurden gemeinsam Lieder für den Gottesdienst gewählt, Gebete formuliert und im Gottesdienst gesprochen. Als Predigt-Grundlage war vorgegeben das Gleichnis aus Jesu Bergpredigt, Matthäus-Evangelium Kapitel 5, Verse 13-16: Salz und Licht
13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.  16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Dieses Wort Jesu wurde in einer Gesprächrunde ausführlich miteinander besprochen. Und wir stellten fest, dass wir als Christen in einem Spannungsverhältnis stehen: Einerseits sagt Jesus „Ihr seid Licht und Salz!“. Dem aber steht immer wieder die eigene Frage, der eigene Zweifel gegenüber: Bin ich wirklich Salz? Oder: Bin ich wirklich Licht?
Und wir stellten fest, dass das, was wir von uns selbst wahrnehmen, oft anders ist als das, was andere von uns wahrnehmen.
Vertrauen wir doch einfach in unserer Arbeit am Reich Gottes darauf, dass Jesus sagt „Ihr seid …!“. Dann können wir in diesem Vertrauen darauf uns umschauen, wo wir Salz oder Licht sein können: sei es bei Diensten bei Gemeindeveranstaltungen oder im Chor oder in der Arbeit mit sozial Benachteiligten oder in der Kinder- und Jugendarbeit oder auch in Glaubenskursen.

Abschluss-Gottesdienst

Der Abschluss-Gottesdienst war dann auch der würdige Höhepunkt unserer wirklich guten Gemeinschaft.
Rückblickend stellen wir fest: Es war einfach schön. Diese gemeinsame Zeit war für alle Teilnehmer eine Bereicherung und wird die künftige Arbeit in Chor und Gemeinden beflügeln.
Danke an alle, die diese Rüstzeit möglich gemacht haben.

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Donnerstag, 18. Januar 2018
Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer.
Jesus Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.